Die Grundsemester

Vier Erfahrungsräume. Ein Weg durch das Jahr.

Es gibt Themen, die wir uns aussuchen – und es gibt Bewegungen, denen wir im Laufe unseres Lebens immer wieder begegnen.

Abschied und Neubeginn.

Rückzug und Aufbruch.

Zeiten des Reifens und Zeiten, in denen wir hinaus ins Leben treten.

Momente, in denen wir festhalten möchten – und solche, in denen wir spüren, dass etwas seinen Platz in unserem Leben verändert hat.

Auf diesen grundlegenden Bewegungen bauen die vier Grundsemester der Akademie auf.

Sie bilden das Fundament deines Studiums.

Nicht, weil jeder Mensch denselben Weg gehen oder dieselben Erfahrungen machen muss, sondern weil jedes Semester einen anderen Erfahrungsraum öffnet, in dem du dir selbst begegnen kannst – über deinen Körper, deinen Alltag, deine Beziehungen und die Natur, die dich während deines Studiums begleitet.

Die vier Grundsemester führen dich einmal durch den gesamten Jahreskreis:

HERBST · WINTER · FRÜHLING · SOMMER

Und mit jeder dieser Bewegungen verändert sich die Frage, mit der du dir selbst begegnest.

Grundstudium & Wahlfakultäten- was ist der Unterschied?

Die Grundsemester und die Wahlfakultäten gehören beide zu deinem Studienweg – und dennoch haben sie unterschiedliche Aufgaben.

In den Grundsemestern begegnest du grundlegenden Bewegungen des Menschseins.

Du erforschst, was geschieht, wenn etwas zu Ende geht.

Wie es sich anfühlt, nicht sofort eine Antwort haben zu müssen.

Wie Neues in dir Raum gewinnt.

Und was geschieht, wenn aus einer inneren Erkenntnis schließlich gelebte Erfahrung wird.

Die Wahlfakultäten führen dich anschließend nicht einfach auf eine „nächste Stufe“.

Sie geben dir vielmehr die Möglichkeit, dort tiefer zu forschen, wo dein eigener Weg dich hinführt.

Vielleicht zieht es dich zum Herz-Bewusstsein.

Vielleicht zu den Kräften der Natur und der Elemente.

Zu deinen inneren Ur-Polen.

Zu deinen Wurzeln und Ahnen.

Zu Beziehung und Familie.

Zum Körper.

Oder zu den großen Übergängen unseres Lebens.

Du entscheidest, welcher Bereich deines Menschseins gerade nach deiner Aufmerksamkeit ruft.

Die Grundsemester bilden das Fundament deines Weges.

In den Wahlfakultäten entscheidest du, welchem Bereich deines Menschseins du tiefer begegnen möchtest.

1. SEMESTER · HERBST

DAS EINTRETEN IN DEN TEMPEL & DEIN LOSLASSEN

Der Herbst beginnt mit einer Schwelle.

Bevor du entscheidest, wohin dein Weg führen soll, schaust du auf das, was bereits da ist: Was beansprucht Kraft? Was ist wesentlich geworden? Was darf auslaufen – und was möchtest du bewahren?

Dieses Semester führt dich durch Entlastung, Erdung, Balance und Ahnenkraft.

Du lernst feiner zu unterscheiden zwischen dem, was wirklich zu dir gehört, und dem, was du vielleicht schon lange mit dir trägst.

Nicht alles, was gehen darf, war falsch. Manches hat dich getragen oder geschützt – und darf nun seinen Platz verändern.

2. SEMESTER · WINTER

DIE STILLE & DIE SAMENKRAFT

Im Winter verändert sich die Richtung.

Nicht hinaus. Sondern nach innen.

Er lädt dich in einen Raum ein, in dem nicht sofort etwas geschehen, gelöst oder entschieden werden muss. Du begegnest der Stille nicht als Leere, sondern als einer Kraft, die dich wieder hören lässt.

Hier geht es um inneren Halt, Vertrauen und das, was sich unter der Oberfläche vorbereitet, lange bevor es sichtbar wird.

Denn ein Same muss noch nicht wissen, welche Gestalt er einmal annehmen wird.

Und vielleicht ist das auch gar nicht unbedingt wichtig.

3. SEMESTER · FRÜHLING

DAS ERWACHEN & DIE SEELENMEISTERSCHAFT

Im Frühling beginnt sich etwas zu regen.

Eine Sehnsucht wird deutlicher. Eine Idee möchte ausprobiert werden.

Etwas, das lange still war, sucht Bewegung.

Dieses Semester lädt dich ein, neugierig zu werden, deiner Schöpferkraft zu begegnen und wahrzunehmen, was durch dich tatsächlich ins Leben möchte.

Erwachen bedeutet dabei nicht, bereits alles zu wissen.

Es bedeutet, wieder in Kontakt mit deiner Lebendigkeit zu kommen – und ihr zu erlauben, eine Richtung zu finden.

4. SEMESTER · SOMMER

DIE REINE FÜLLE & DAS WIRKEN

Der Sommer versteckt sich nicht. Er zeigt.

Jetzt richtet sich der Blick darauf, wie das, was in dir gewachsen ist, seinen Platz in deinem wirklichen Leben findet – in deinen Beziehungen, deiner Familie, deiner Arbeit, deinen Entscheidungen und deinem Wirken.

Hier wird Verkörperung konkret.

Fülle bedeutet dabei nicht, immer mehr leisten, besitzen oder darstellen zu müssen.

Vielleicht zeigt sie sich vielmehr darin, dass zwischen dem Menschen, der du in deinem Inneren bist, und dem Menschen, den du im Alltag lebst, immer weniger Abstand liegt.

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